Für uns zählt das Ergebnis vor Ort - dort wo die Hilfe ankommen soll. Hier erklären wir dir, wie die Projekte evaluiert werden und warum wir glauben, dass diese die vielversprechendsten Projekte sind.

Organisationen werden meist daran gemessen, wie viel Geld sie für die Verwaltung ausgeben und wie viel vom gespendeten Euro vor Ort ankommt. Was leider nicht gemessen wird: Ob das Projekt überhaupt wirkt. 1 Euro der zu 100 % ankommt, aber gar nicht wirkt?

Organisationen werden meist daran gemessen, wie viel Geld sie für die Verwaltung ausgeben und wie viel vom gespendeten Euro vor Ort ankommt. Was leider nicht gemessen wird: Ob das Projekt überhaupt wirkt. 1 Euro der zu 100 % ankommt, aber gar nicht wirkt?

Auf der ganzen Welt gibt es wohltätige Organisationen, die sich für soziale Zwecke einsetzen, sogenannte Non-governmental organizations (Organisationen/NGOs), auch Nicht-Regierungsorganisationen (NROs) genannt. Schätzungen über die Gesamtzahl von Organisationen variieren zwischen etwa 8.000 und über 25.000[1] weltweit. Offensichtlich unterscheiden sich diese Organisationen in verschiedensten Dimensionen, wie zum Beispiel dem thematischen Schwerpunkt, dem Einsatzgebiet und den Unterstützern.

Weniger transparent sind jedoch die Unterschiede hinsichtlich der Effektivität und Kosteneffizienz der Organisationen. Wir glauben, dass deine Spende so wirkungsvoll wie möglich eingesetzt werden sollte. Doch als Privatperson ist es fast unmöglich einen Überblick im dichten Dschungel an Organisationen zu behalten. Deshalb gibt es verschiedene Spendensiegel, die versuchen, Hilfestellung zu geben. Einige Beispiele hierfür sind: 

  • Das DZI-Spenden-Siegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI)
  • Das Wirkt-Siegel der PHINEO gAG
  • Das Spendensiegel des Deutschen Spendenrat e.V.

Diese Siegel richten den Fokus mehrheitlich auf die administrative Dimension einer Organisation, wie zum Beispiel eine zweckgerichtete und sparsame Verwendung von Spendengeldern, Sachlichkeit von Spendenwerbung, oder eine funktionierende Organisationsstruktur. Eine wissenschaftlich rigorose Prüfung der Wirkung erfolgt leider nicht. Wir sind deshalb der Meinung, dass sich unser Ansatz und der Ansatz der traditionellen Spendensiegel wie Beispielsweise DZI sehr gut ergänzen.

Um die Wirkung zu prüfen, verlassen wir uns auf die wissenschaftliche Methode der  „Rigorosen Wirkungsevaluierung“, welche 2019  mit dem Wirtschaftsnobelpreis 2019 ausgezeichnet wurde. Zusätzlich werden auch die Verwaltungskosten analysiert.

Um die Wirkung zu prüfen, verlassen wir uns auf die wissenschaftliche Methode der  „Rigorosen Wirkungsevaluierung“, welche 2019  mit dem Wirtschaftsnobelpreis 2019 ausgezeichnet wurde. Zusätzlich werden auch die Verwaltungskosten analysiert.

Rigorose Wirkungsevaluierung (RIE) beantwortet die Frage, ob die Gelder für die effektivsten Interventionen eingesetzt werden.

Wir nehmen die Erkenntnisse beider Ansätze und kombinieren sie.

  1. Ist die Intervention bzw. das Projekt effektiv?
  2. Handelt die Organisation zweckgerichtet und geht sie mit den ihr anvertrauten Mittel sparsam um?

Ist die Tätigkeit der Hilfsorganisation überhaupt wirkungsvoll?

Willst du mit deiner Spende den größtmöglichen Nutzen stiften stellt sich im ersten Schritt die Frage nach der Vergleichbarkeit von Organisationen. Welche Organisation erzielt mit ihrer Arbeit die größtmögliche Wirkung? Welche Organisationen macht einen wirklich nachhaltigen Unterschied vor Ort?

Malaria Consortium

Ist die Tätigkeit der Hilfsorganisation überhaupt wirkungsvoll?

Ist die Tätigkeit der Hilfsorganisation überhaupt wirkungsvoll?

Willst du mit deiner Spende den größtmöglichen Nutzen stiften stellt sich im ersten Schritt die Frage nach der Vergleichbarkeit von Organisationen. Welche Organisation erzielt mit ihrer Arbeit die größtmögliche Wirkung? Welche Organisationen macht einen wirklich nachhaltigen Unterschied vor Ort?

Rigorose Wirkungsevaluierung ist eine wissenschaftliche Methode, die auch in der Medizin zum Einsatz kommt. Dabei vergleichen wir zwei Gruppen miteinander: In der ersten Gruppe führt die Organisation ihr Projekt durch, in der zweiten Gruppe, der Kontrollgruppe wird kein Projekt durchgeführt. Wenn die erste Gruppe sich nun verbessert und die Kontrollgruppe nicht, wissen wir, dass unser Projekt vor Ort wirkt.
Wie das in der Praxis funktioniert, zeigen wir am Beispiel von Entwurmungstabletten und Grundschulen.

Rigorose Wirkungsevaluierung ist eine wissenschaftliche Methode, die auch in der Medizin zum Einsatz kommt. Dabei vergleichen wir zwei Gruppen miteinander: In der ersten Gruppe führt die Organisation ihr Projekt durch, in der zweiten Gruppe, der Kontrollgruppe wird kein Projekt durchgeführt. Wenn die erste Gruppe sich nun verbessert und die Kontrollgruppe nicht, wissen wir, dass unser Projekt vor Ort wirkt.
Wie das in der Praxis funktioniert, zeigen wir am Beispiel von Entwurmungstabletten und Grundschulen.

Die OECD definiert Wirkung als den direkten oder indirekten, positiven oder negativen, beabsichtigten oder nicht-beabsichtigten Effekt eines Projekts[2]. Doch wie genau evaluiert man eigentlich Wirkung von Organisationen? Wie findet man heraus, was den größten Erfolg bringt?

Nehmen wir folgendes Beispiel: Eine Organisation, die gemeinsam mit der  Dorfgemeinschaft in Kenya Chlorspender zur Reinigung von Trinkwasser aufstellt, möchte wissen, ob dieses Projekt tatsächlich die gewünschte Wirkung erzielt, das heißt, ob die Kinder im Dorf durch das gereinigte Wasser erfolgreich vor Durchfallkrankheiten geschützt werden und dadurch die Kindersterblichkeit reduziert werden kann.

Oftmals wird hierbei der sogenannte Vorher-Nachher-Vergleich gewählt. In unserem Beispiel hieße das, dass wir die Kindersterblichkeit messen, bevor und nachdem die Chlorspender installiert wurden, um zu schauen, ob die Kindersterblichkeit reduziert wurde. Dieser weit verbreitete Ansatz ist jedoch problematisch, da wir dann nicht wissen, wie sich die Kindersterblichkeit ohne die Chlorspender entwickelt hätte. Möglicherweise ist eine Verbesserung gar nicht auf das gereinigte Trinkwasser, sondern auf eine nationale Reform des Gesundheitswesens, neue Ärzt:innen oder eine gute Ernte (und damit eine bessere Ernährung) zurückzuführen. Durch diese Art der Wirkungsevaluierung lässt sich also das Projekt nur unzureichend evaluieren.

Um dieses Problem zu lösen, greifen die von uns empfohlenen Organisationen auf Rigorose Wirkungsevaluierungen zurück. Rigorose Wirkungsevaluierungen wurden von Banerjee, Duflo und Kremer, drei Entwicklungsökonom:innen entwickelt, die dafür im Jahre 2019 mit dem Wirtschaftsnobelpreis ausgezeichnet wurden[3].  Das wichtigste Merkmal dieser Evaluierungsmethode ist das Vorhandensein einer Kontrollgruppe, um zu messen, was ohne das Projekt passiert wäre. Bei unserem Beispiel: wie sich die Kindersterblichkeit entwickelt hätte, wenn es im Dorf keine Chlorspender zur Reinigung des Wassers gegeben hätte.

Das sähe dann so aus: Per Zufall werden 100 Dörfer ausgewählt, an denen die Spender aufgestellt werden (Interventionsgruppe) und 100 Dörfer, an denen keine Spender aufgestellt werden (Kontrollgruppe). Weil die beiden Gruppen per reinem Zufall zugeteilt wurden, sind sie im Durchschnitt nahezu identisch (d.h. die Kinder sind im Durchschnitt gleich alt, gleich gesund, stammen aus gleich-wohlhabenden Familien etc.). Da wir nun also zwei identische Gruppen haben, können wir das Anfangsproblem lösen. Wenn sich die Veränderung in der Kindersterblichkeit nicht auf die Chlorspender, sondern auf eine nationale Gesundheitsreform zurückführen ließe, so würden wir diese Verbesserung auch in der Kontrollgruppe beobachten. Verbessert sich die Kindersterblichkeit in der Kontrollgruppe hingegen weniger stark, so wissen wir, dass unsere Chlorspender Urheber der Verbesserung sind. Somit wäre die Wirkung der Organisation eindeutig nachgewiesen – wir wissen dann, dass die Arbeit vor Ort tatsächlich einen positiven Effekt hat.

Die Organisation „Givewell“ ist Vorreiter für Rigorose Evaluierungen. Mit wissenschaftlichen Studien und Besuchen vor Ort identifizieren sie die Organisationen, deren Wirkung nachgewiesen ist und pro gespendetem Euro den größtmöglichen Effekt generiert.

Die Organisation „Givewell“ ist Vorreiter für Rigorose Evaluierungen. Mit wissenschaftlichen Studien und Besuchen vor Ort identifizieren sie die Organisationen, deren Wirkung nachgewiesen ist und pro gespendetem Euro den größtmöglichen Effekt generiert.

Im Gegensatz zu den oben genannten Spendensiegel stellt Givewell die Projekt-Wirkung in den Vordergrund. Dafür betreibt Givewell einen zeitintensiven, vierstufigen Prozess. Im Fokus stehen hierbei Organisationen, die in Entwicklungsländern aktiv sind. Grund dafür ist, dass Givewell nicht nur die Organisationen mit dem größten Nutzen, sondern die Organisationen mit dem größten Nutzen pro gespendetem Euro identifizieren will. Mit einem Euro lässt sich in Entwicklungsländern deutlich mehr Wirkung erzielen, als dies beispielsweise in Deutschland der Fall wäre.

Im ersten Schritt identifiziert Givewell Projekttypen (z.B. Chlorspender zur Reinigung des Trinkwassers), die von der Fachwelt als besonders empfehlenswert angesehen werden. Im zweiten Schritt durchforstet Givewell die gesamte Fachliteratur. Alle wissenschaftlichen Studien, die zu dem jeweiligen Projekttyp existieren, werden von Givewell durchleuchtet. Dieser Vorgang erfordert Zeit und Expertise, weshalb ein Team von speziell ausgebildeten Entwicklungsökonom:innen bei Givewell mehr als 20.000 Stunden pro Jahr damit verbringt[4]. Innerhalb dieses Schrittes beantwortet Givewell zwei Fragen: Wie wirkungsvoll ist der Projekttyp? Und wie kosteneffizient ist er? Danach sucht Givewell aktiv nach Organisationen, die innerhalb der vorher identifizierten Projekttypen tätig sind (d.h. sie suchen z.B. Organisationen, die Chlorspender in Dörfern aufstellen). Sobald potenzielle Organisationen identifiziert wurden, beginnt der dritte und letzte Prozessschritt, in dem Givewell jedes dieser Organisationen einzeln evaluiert. Dafür führt Givewell eigens vor-Ort-Besuche bei jeder Organisation durch [5].

Das Endprodukt dieses intensiven Evaluierungsprozess ist eine Liste mit wissenschaftlich überprüften Projekten. Das sind jene Projekte, an die ihr bei moonshot spenden könnt. Jedes der dort gelisteten Projekte hält strenge Kriterien maximaler Transparenz und Kosteneffizienz ein. Der wahre Wert dieser Liste ist aber, dass die in der Liste enthaltenen Projekte mit größtmöglicher Sicherheit vor Ort wirken. Wissenschaftlich nachgewiesen.

Neben den von uns gelisteten Organisationen gibt es natürlich noch viele weitere, die großartige Arbeit leisten und welche wir keineswegs schmälern möchten. Bei den moonshot Organisationen kannst du dir dank der rigorosen, wissenschaftlichen Überprüfung sicher sein, dass deine Spende die maximale Wirkung erzielt.

Neben den von uns gelisteten Organisationen gibt es natürlich noch viele weitere, die großartige Arbeit leisten und welche wir keineswegs schmälern möchten. Bei den moonshot Organisationen kannst du dir dank der rigorosen, wissenschaftlichen Überprüfung sicher sein, dass deine Spende die maximale Wirkung erzielt.

Nicht alle Projekte sind wissenschaftlich und rigoros messbar. Manchen Organisationen fehlt die wissenschaftliche Expertise und die finanziellen Ressourcen rigorose Wirkungsevaluierungen zu nutzen. 

Wir von moonshot glauben, dass wir uns den drängendsten Problemen unsere Zeit zuerst widmen sollten. Den Problemen, die wir schon heute lösen können. Daher ist unsere Auswahl darauf ausgelegt, dass du mit größter Sicherheit nachhaltige Wirkung vor Ort erzielen kannst. Mit den Lösungen, die wissenschaftlich nachgewiesen effektiv sind. Für die Bekämpfung extremer Armut und vermeidbaren Leids. Mithilfe wissenschaftlicher Methoden und mit Hilfe von dir.

Rigorose Wirkungsevaluierung kurz und knapp erklärt, findet ihr zum Beispiel in diesem öffentlichen Erklärvideo vom Deutschen Evaluierungsinstitut der Entwicklungszusammenarbeit (DEval)

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Quellen

[1] Bundeszentrale für politische Bildung. (2017). NGOs – Nicht-Regierungsorganisationen. 

[2] Organization of Economic Cooperation and Development. (2021). 

[3] Zeit Online. (2019). Ökonomen für Forschung zu Armutsbekämpfung ausgezeichnet

[4] Für Katarakt-Operationen, die von der Organisation Sightsavers durchgeführt werden, hat Givewell bisher lediglich eine vorläufige Recherche der Fachliteratur durchgeführt. Darauf basierend glaubt Givewell, dass eine hohe Wirksamkeit der Operationen möglich sei. Da die Wiederherstellung des Augenlichts potenziell von außergewöhnlich hohem Wert sein kann, haben wir uns entschieden, Katarakt-Operationen bereits mit in unsere Liste empfohlener Organisationen aufzunehmen.  

[5] GiveWell (2020).

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